After Work im Museum: Grenzen

Historisches Museum Saar
Schlossplatz 15, 66119 Saarbrücken

After Work im Museum: Auftaktveranstaltung am 21. Januar im Historischen Museum Saar

Ab Januar lädt das Historische Museum Saar regelmäßig zur neuen Veranstaltungsreihe „After Work im Museum“ ein. An jedem dritten Mittwoch im Monat öffnet das Museum um 18 Uhr seine Türen zu einem thematischen Feierabendformat, das Kultur, Geschichte und Austausch miteinander verbindet. Jeder After-Work-Abend steht dabei unter einem eigenen Schwerpunkt.

Den Auftakt der Reihe bildet am 21. Januar eine thematische Führung mit Dr. Ulrike Bock unter dem Titel „ANGRENZEN/ABGRENZEN“. Ausgangspunkt ist die aktuelle Sonderausstellung, die sich den Grenzen des Saarlandes und ihrer wechselvollen Entwicklung widmet. Künstlerische Fotografien treten hier in einen spannenden Dialog mit historisch-dokumentarischem Bildmaterial.

Darüber hinaus wird der Blick erweitert: Das besondere Verhältnis des Saarlandes zu seinen Nachbarregionen und seine grenznahe Lage sind auch ein zentraler Bestandteil der Dauerpräsentation „Saargeschichte“. In der After-Work-Führung werden diese Aspekte erstmals ausstellungsübergreifend zusammengeführt und in ihrem historischen wie gegenwärtigen Kontext beleuchtet.

Mit der neuen After-Work-Reihe bietet das Historische Museum Saar eine Gelegenheit, den Arbeitstag in entspannter Atmosphäre ausklingen zu lassen und dabei neue Perspektiven auf regionale Geschichte und Kultur zu entdecken.#

Der Eintritt zur Veranstaltung ist kostenfrei, lediglich der Museumseintritt ist zu entrichten.

Der Fälscher Heinrich Schaeffer (1837–1884).
Eine grenzüberschreitende Biographie zwischen Nennig, Rom und Nizza

Jahresvortrag der Kommission für Saarländische Landesgeschichte

Die Kommission für Saarländische Landesgeschichte lädt am 30. Oktober 2025 um 18:15 Uhr zum Jahresvortrag ins Historische Museum Saar (Schlossplatz 15, 66119 Saarbrücken) ein. In Kooperation mit dem Historischen Museum Saar und der Universität des Saarlandes spricht Dr. Alexander Hilpert über das Leben des Fälschers Heinrich Schaeffer.

Heinrich Schaeffer verließ 1855 als junger Handwerker den Saar-Mosel-Raum und kehrte 1866 als gefeierter Künstler zurück. In Nennig versuchte er sich an der römischen Villa als Archäologe und täuschte mit gefälschten Malereien und Inschriften die regionalen Eliten in den Geschichtsvereinen. Nachdem ihn Theodor Mommsen als Hochstapler entlarvt hatte, ging Schaeffer nach Rom, wo er als antiklerikaler Journalist mit Falschmeldungen und Verschwörungserzählungen die Öffentlichkeit beeinflusste. Nachdem der Kontakt zu seiner Familie in Trier und Saarbrücken längst abgebrochen und er in Stuttgart bereits für tot erklärt worden war, gelang es ihm um 1880 erneut, die regionalen Eliten in Nizza mit Kunstfälschungen zu betrügen und die französische Kunstgeschichte nachhaltig zu verfälschen. Der Vortrag stellt die grenzüberschreitende Biographie und die Fälschungsstrategien eines nahezu vergessenen Protagonisten der saarländischen Landes- und europäischen Kulturgeschichte vor.


Dr. Alexander Hilpert ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Neuere Geschichte und Landesgeschichte und leitet die Lernwerkstatt „Geschichtsunterricht digital“ an der Universität des Saarlandes. Seine 2025 erschienene Dissertation, die Gegenstand des Vortrages ist, wurde mit dem Dr.-Eduard-Martin-Preis der Universitätsgesellschaft des Saarlandes ausgezeichnet und war für den Hedwig-Hintze-Preis des Verbands der Historiker und Historikerinnen Deutschlands nominiert.

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Vortragsreihe – Von der Saarabstimmung 1955 bis zur Kleinen Wiedervereinigung 1957

Historisches Museum Saar

Hans Christian Hermann:
Der 23. Oktober 19S5: Niederlage der Ja-Sager oder Scheinsieg von Heinrich Schneider?  Zur Neubewertung eines historischen Datums.

Livestream: landesgeschichte-saar.de/stream

Das Referendum vom 23. Oktober 1955 beendete den Sonderweg der teilautonomen Saar unter Johannes Hoffmann und machte den Weg frei für den Beitritt des Saarlandes nach Artikel 23 Grundgesetz. Das Ergebnis feierten die sogenannten prodeutschen Parteien DPS, DSP (SPD) und CDU als Triumph und sahen sich als Helden, hatten sie doch den Sieg aus ihrer Sicht ohne Unterstützung, ja wohl gegen die Ambitionen von Kanzler Adenauer durchgesetzt und in der Hoffmann-Zeit ihrer Illegalisierung tapfer getrotzt.

Der Vortrag schärft den Blick auf eine neue Sicht des Abstimmungsergebnisses, dem die sogenannte kleine Wiedervereinigung 1957/59 folgte.
Es werden erhebliche Schnittmengen zwischen der politischen Entwicklung des Saarlandes der 1960er und 1970er Jahre mit den politischen Werten und Ideen eines Max Braun und Johannes Hoffmann herausgearbeitet, die nicht nur beim Blick in die Ära Hoffmann, sondern zurück bis in die Völkerbundzeit deutlich werden.
Die Frage nach den Gründen des Scheiterns des Saarstatuts wird ebenso berücksichtigt wie die Geschichte der Aufarbeitung und Erinnerung an dieses Ereignis, verbunden mit dem Plädoyer für eine längst überfällige dem Ereignis würdige Erinnerungskultur.

Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich

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Festabend anlässlich des 60-jährigen Bestehens der deutsch-israelischen Beziehungen

Festsaal des Saarbrücker Schlosses

Art & Place Konferenz 2025

Ausgewählte internationale Expertinnen und Experten aus den Bereichen Street Art, Graffiti und Public Art treffen sich im Historischen Museum Saar, wo bis zum 30. Juni 2025 die wegweisende Ausstellung „Illegal“ zur Geschichte der Street Art zu sehen ist.

Insgesamt 21 Referentinnen und Referenten beleuchten die Geschichte der Urban Art und ihren Einfluss auf die zeitgenössische Kunst und Kultur. Mit dabei sind Barrett Zinn Gross alias Vandal, legendärer Sprayer aus der New Yorker U-Bahn der 1970er Jahre, und Joey Skaggs, einer der Begründer des Culture Jamming, sowie Lutz Henke, Kulturwissenschaftler und Kurator aus Berlin.

Das vollgepackte viertägige Programm umfasst eine Reihe von Filmvorführungen mit Europapremieren, eine Buchmesse im Foyer der HBK Saar – Hochschule für Bildende Künste in Kooperation mit der Unlock Book Fair –, eine Ausstellung des französischen Künstlers Ox sowie Führungen durch die Museumsausstellung „Illegal“ durch Kurator Ulrich Blanché.

Die Art [&] Place Konferenz Saarbrücken 2025 wird von Unlock Bureau und der Stiftung wissensART veranstaltet. Unlock Bureau ist die Kulturagentur hinter der Tag Conference und der Unlock Book Fair. wissensART ist eine deutsche Stiftung, die sich mit urbaner Kunst und zeitgenössischer Kultur beschäftigt.

Art [&] Place wird unterstützt vom Historischen Museum Saar, der HBK Saar, dem Kino Achteinhalb, dem Filmhaus Saarbrücken, der Universität des Saarlandes und der Völklinger Hütte.

Der Eintritt zu allen Aktivitäten ist frei.
Alle Veranstaltungen sind in Englischer Sprache.

Programm als PDF zum Download

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