Das Museum zur Landesgeschichte und zur Grenzregion
Neben wechselnden aktuellen Ausstellungen zeichnet die Dauerausstellung des Museums auf mehr als 1.500 m² die spannende Geschichte der deutsch-französischen Grenzregion seit 1870 nach.
Das Schicksal der Menschen in der Saarregion war geprägt von vielen Umwälzungen: Drei Kriege und zwei Volksabstimmungen brachten zahlreiche Grenzverschiebungen mit sich, die dazu führten, dass ein um 1900 geborener Saarländer im Laufe seines Lebens fünf verschiedene Pässe besaß.
Das Kaiserreich, der 1. Weltkrieg, die 20er Jahre, der 2. Weltkrieg und die 50er Jahre sind die großen Themen und mit vielen Exponaten werden diese Epochen eindrücklich erlebbar.
Die beiden Ausgrabungsbereiche Unterirdische Burg und Roter Turm sind auch Teil der Dauerausstellung. Im Zuge der Neukonzeption wurden sie 2026 neu eröffnet.
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Das Kaiserreich von 1870-1914

Nach dem Ende des Deutsch-Französischen Krieges gehörte die Saarregion zum Deutschen Kaiserreich.
Der Bergfiskus unterstützte den Bau von Eigenheimen, die es den Beschäftigten erlaubten, auf kleineren Parzellen Gemüse, Kartoffeln und Getreide anzubauen und kleine Nutztiere zu halten.
Die Wirtschaft der Saarregion erlebte im Kaiserreich einen großen Aufschwung. Es war die große Zeit des Aufstiegs der Weltfirmen Adt und Villeroy & Boch sowie der „Stahlbarone“ Stumm und Röchling.
Die katholische Kirche begleitete mit ihren Riten und Festen die Arbeiter des Industriereviers von der Geburt bis zum Tod und gab ihnen Halt und Orientierung. Besondere Höhepunkte im Leben waren Wallfahrten wie ins französische Lourdes.




